Thema des Projektes

Entwicklung eines sensitiven Prüfverfahrens zum Nachweis von Glyphosat und dessen Einfluss auf die Detoxifikation von DON in unterschiedlichen Substraten beim Pferd

 

Projektbeschreibung

Das Ziel des Vorhabens besteht in der Entwicklung eines sensitiven Prüfverfahrens zum Nachweis von Rückständen des Herbizids Glyphosat sowie des Myktoxins DON in der Veterinär-Routinediagnostik mittels HPLC. Diese müssen an die spezifischen Unterschiede der zu untersuchenden Matrices (Blut, Milch, Urin, Duodenalsaft, Futter) angepasst werden. Dazu sind Versuche geplant,die eine Validierung der Methoden erlauben.


Bezüglich der Mykotoxinanalyse soll sich auf das Fusarientoxin Deoxynivalenol (DON) beschränkt werden, da dessen Wirkung bei unseren Haustieren derzeit die größte Bedeutung zukommt. Hierfür sind HPLC-Untersuchungen equiner Blut-, Milch- und Futterproben geplant. Diese haben gegenüber den kostengünstigeren Deoxynivalenol (DON)-ELISAs= Enzyme Linked Immunosorbent Assay, die in der Mykotoxin-Routinediagnostik verbreitet Anwendung finden, den entscheidenden Vorteil, neben DON auch dessen toxische Metabolite 3- und 15-Acetyl-DON getrennt voneinander nachweisen zu können. Nur so ist eine qualifizierte Einschätzung der Toxin-Gesamtbelastung möglich.


Ergänzend dazu soll mittels ELISA der Glyphosatgehalt/AMPA-Gehalt in Blut, Urin, Duodenalsaft und Futter von Stuten und Fohlen untersucht werden. Parallel wird an der Etablierung einer Glyphosat-HPLC gearbeitet, um Vergleiche bezüglich der Verlässlichkeit beider Methoden ziehen zu können.


Mithilfe der gewonnenen Daten könnte schließlich ein Zusammenhang zwischen der nachgewiesenen Glyphosat- sowie Mykotoxinkonzentration in den genannten Substraten hergestellt werden, wodurch Rückschlüsse über die Gefährdung von Pferden durch glyphosatbelastete Futtermittel erlaubt werden können. Derartige Untersuchungen existieren bisher bei keiner Tierart. Mit dem geplanten Projekt könnte diese Lücke geschlossen und ein wesentlicher Beitrag zum Verständnis dieser Zusammenhänge geleistet werden.


Abschließend wird angestrebt, aus den gewonnenen Ergebnissen Grenzwerte abzuleiten.


Das Projekt wird durch die EU im Rahmen von EFRE finanziell unterstützt.